Die Tischtennis-Regeln Teil 1: Die Grundstellung

Hast Du immer wieder das Gefühl, daß Dein Gegner Dich auf dem falschen Fuß erwischt? Vielleicht stehst Du falsch. Es fällt Dir beim Aufschlag schwer zu sehen, ob Dein Gegner den Ball auf Deine Rückhand oder Vorhand spielt. Essential ist hierbei, wie Du am Tisch stehst. Lt. Tischtennisregeln hat sich hier die Grundstellung bestens bewährt. Richtig angewandt, ermöglicht Sie Dir hieraus schnellstens reagieren zu können. So stehst Du richtig am Tischtennistisch:

Tischtennis – die richtige Stellung zum Tischtennistisch

Stelle Dich eine Unterarmlänge hinter die Grundlinie des Tischtennistisches. Deine optimale Körperhaltung am Tischtennistisch hast Du erreicht, wenn Dein Körper insgesamt drei Winkelstellungen aufweist.

  • 1. Winkelstellung: Oberschenkel – Rumpf
    Die 1. Winkelstellung erreichen Sie, indem Sie Ihren Oberkörper mit geradem Rücken etwas nach vorn beugen.
  • 2. und 3. Winkelstellung: Kniegelenk und Fußgelenk
    Beugen Sie Ihre Beine so, dass sich zwei Winkel bilden. Und zwar im Kniegelenk und im Fußgelenk.

Tipp:

Mein Tipp: Sie stehen im optimalen Abstand zum Tischtennistisch, wenn Ihr Unterarm nach Schlagausführung samt Schläger vor der Tischmitte (weiße Mittellinie) aus der Rechtsdrehung heraus wieder zurück nach links zum Stoppen kommt.

Die Grundstellung ist quasi Deine Ballerwartungshaltung.

In dieser Stellung erwartest du den gegnerischen Aufschlag. Sie ermöglicht dir, in jede Richtung eine schnelle Bewegung zum Ball auszuführen.

Stelle Dich mehr als schulterbreit hin. Beuge Deine Knie in Richtung Tischtennisplatte, damit Du Spannung in den Beinen aufbauen kannst, verlagere dabei Deinen Körperschwerpunkt auf die vorderen Fußballen und Zehen, so als ob Du in Richtung Tischtennistisch fällst. Das erreichst Du dadurch, daß Du Deinen Oberkörper leicht nach vorne beugst. Halte dabei den Rücken gerade!!! Durch diese Art „Sitzstellung“ bist Du in der Lage Dich schnell zur Seite, nach rechts oder links, abzustoßen. Bei durchgestreckten Beinen ist es unmöglich einen Impuls an die Beine abzugeben, um sich abzudrücken. Stelle Dich leicht schräg zum Tisch, um die Vorhand zu öffnen. Normalerweise solltest Du in Mitte Rückhand stehen.

Wie halte ich den Schläger in der Grundstellung?

Halte den Schläger vor den Körper in einer neutralen Position, damit Du entsprechend schnell mit Vorhand und Rückhand reagieren kannst. Wir sprechen hierbei von der Neutralposition. Der Schläger ist dabei senkrecht und der Schlägerkopf zeigt nach vorne.

Wichtig:

Halte den Schläger über Tischniveau, damit Du auch rechtzeitig kurze Aufschläge parieren kannst.

Wo stelle ich mich in der Grundstellung hin?

In Europa ist eine Vorhandlastigkeit in der Rückschlagstellung zu beobachten. Als Linkshänder stehst Du dann mehr in der rechten Tischhälfte, als Rechtshänder mehr in der linken Tischhälfte. Dieses Stellung ist auch ganz natürlich, weil man mit der Vorhand einen größeren Teil des Tisches abdecken kann. Es gibt auch Alternativen dazu.

Bei der betonten Vorhand-Rückschlagposition steht der Spieler im letzten Drittel des Tisches in der Rückhandseite. Diese Stellung wird von Spielern mit extremer Vorhand-Dominanz bevorzugt.

Dann gibt es Spieler, wie zum Beispiel Dimitrij Ovtcharov, der bei der Aufschlagannahme etwas zentraler zur Tischmitte hin steht, um einen größeren Teil des Tisches mit seinem gefährlichen Rückhand-Return abzudecken. Er orientiert sich mehr zur Mittellinie hin, um seine gefährliche Rückhand einsetzen zu können. Diese Position hängt allerdings auch vom Gegner und von dessen Aufschlägen ab.

Welchen Abstand zum Tisch sollte ich in der Grundstellung haben?

Indem Du Deinen Schlagarm ohne Schläger aus dem aufrechten Stand schräg nach vorne streckst, ermittelst Du Deinen Abstand zum Tisch. Es geht dabei nicht um Zentimeter, nur um eine Richtung, Stehst Du zu nah am Tisch, kannst Du von langen Aufschlägen böse überrascht werden. Stehst Du dagegen zu weit weg, können Dir kurze Aufschläge gefährlich werden.

Beachte folgende Punkte:

  • Beuge die Knie und verlagere dein Gewicht überwiegend auf die Fußballen und Zehen.
  • Das Körpergewicht muss auf beide Füße gleichmäßig verteilt werden.
  • Stelle deine Füße etwas mehr als schulterbreit auseinander. Die Fußspitzen zeigen Richtung Tisch.
  • Beuge deine Hüfte leicht, damit sich der Oberkörper nach vorne neigt.
  • Halte den Schläger etwa in Tischhöhe im Bereich der Tischmitte vor dem Körper. Du machst es richtig, wenn Ober- und Unterarm einen rechten Winkel bilden.

Tipp:

Mein Tipp: Bis Du Geschwindigkeit, Rotation, Platzierung und die Flughöhe des Balles richtig einschätzen kannst, ist es ratsam, immer gleich nach jedem Schlag in die Grundstellung zurückzukehren.

Tischtennis – die richtige Stellung der Füße

Ihr steht in der Fußstellung nicht genau parallel, sondern dort wo ihr den Schlagarm habt, bei mir ist das der rechte Arm, ist der rechte Fuß mindestens eine halbe Fußlänge versetzt. Das hat den Vorteil für die Rückhand könnt Ihr Euch dann genügend eindrehen. Größter Vorteil: Man kommt aus dieser Bewegung direkt in die Vorhand.

Tischtennis – die optimale Gewichtsverlagerung

Verteilen Sie Ihr Körpergewicht gleichmäßig auf beiden Fußballen. So sind Sie in der Lage, schnelle Sidesteps auszuführen. Stehen Sie hingegen viel zu sehr auf der ganzen Fußsohle, auf den Hacken oder fast nur auf dem rechten bzw. linken Fuß, sind Sie nicht mehr in der Lage schnelle Sidesteps auszuführen. Die Folge: Sie sind schlichtweg zu langsam.

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Tischtennis – die richtige Stellung des Spielarms

Ihr Spielarm ist gebeugt und bildet im Ellbogen einen Winkel von 90 Grad (Oberarm senkrecht, Unterarm waagerecht). Ihr Unterarm befindet sich auf Tischhöhe zwischen Ihrer Vorhand und Rückhand in einer neutralen Position. Aus dieser Position heraus können Sie nun schnell in jede Richtung reagieren.

Hinweis:

Diese Grundstellung ist ausschlaggebend für ein erfolgreiches Spiel. Versuchen Sie nach jedem Schlag immer wieder in die Grundstellung zurückzukehren. Nur so können Sie jede Aktion Ihres Gegners schnell und effektiv parieren.

Das folgende Zitat von Timo Boll drückt genau das aus, was auch meine Erfahrung am Tischtennistisch widerspiegelt:

„In der tiefen Grundstellung bin ich auf Augenhöhe mit dem Ball. Ich
kann den gegnerischen Aufschlagball viel besser wahrnehmen und
ihn viel genauer beurteilen.“

In dem folgenden Zitat spricht er eine Empfehlung aus, das ein sehr guter Tip ist:

„In jedem Falle empfehle ich, verschiedene Grundstellungen auszuprobieren und dann die zu perfektionieren, die zu dir und deinem Spiel passt.“

Hier noch einmal die Grundstellung von Jannick Borschel (TT-Helden) erklärt:

 

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